Ein Interview von Frankenwald Tourismus mit unserem Chef
Aufgewachsen auf dem elterlichen Bauernhof kenne ich die Arbeit dort sehr gut. Nach der Schule und der Bundeswehr habe ich in Hof und Berlin zunächst BWL und dann Gartenbau studiert. Während dieser Zeit habe ich mich schon mit der Hanf-Pflanze und den vielfältigen Wirkstoffen beschäftigt. Unter anderem mit CBD (= Cannabidiol), das bei unheimlich vielen Indikationen hilft. Und das ist auch unser Hauptprodukt - CBD. Nachdem ich 2015 nach Hause zurückkehrte, fing ich an, den ersten Hanf zu pflanzen, mit dem Ziel, CBD zu extrahieren.
Natürlich hat die Hanfpflanze noch viele weitere Inhaltsstoffe. So kann man zum Beispiel aus den Samen Öl machen oder aus den Fasern Klamotten. Das mache ich aber nicht. Dafür braucht man ganz andere Maschinen. In diesem Bereich tut sich im Moment sehr viel. Bei mir läuft aber CBD am besten.
Die Faszination kommt einfach daher, dass die Pflanze so viele wertvolle Inhaltsstoffe hat, mit denen man nachhaltig in allen Lebensbereichen viel Positives erzeugen kann.
Für die „Hanf-Erlebnisrunde", die in Kooperation mit dem Tourismushaus Oberes Rodachtal entstanden ist, kann man sich direkt telefonisch bei uns oder über die Homepages www.oberes-rodachtal.de / www.frankenwaldhanf.de anmelden. Interessierte können auch direkt beim Hof vorbeikommen. Wir gehen dann zusammen auf´s Feld, wandern ein wenig. Die Leute spüren dann einfach mal das Hanf-Feld bzw. die Hanf-Pflanze und ich erzähl ihnen, was ich mache, warum ich das mache, wie es dazu kam und was sich alles getan hat. Zum Abschluss gibt es dann immer noch eine Verköstigung mit allerlei HanfProdukten. Zum Beispiel Brot vom Hanf-Beck aus Kronach, Bier vom Malzschmied aus Wallenfels, hausgemachte Schokolade, Hanfhonig und viele andere Köstlichkeiten aus Hanf. Die Leute sind wahnsinnig neugierig und interessiert und ich bringe ihnen quasi die Pflanze näher.
Viele haben noch Angst und sind skeptisch, weil sie Hanf ausschließlich als Rauschmittel kennen. Aber immer mehr Menschen haben schon davon gehört, dass die Hanf-Pflanze viel mehr hergibt und wollen einfach mal hören. Das ist schon ganz interessant.
Die Therme Bad Steben ist seit langer Zeit mein Zweit-Wohnsitz, sage ich mal. Da fühle ich mich einfach wohl. Sauna, einfach mal abschalten und relaxen. Das ist für mich wie ein kleiner Urlaub. Tut meinem Körper, meiner Seele und meinem Geist gut. Innerhalb von nur 10 Minuten bin ich da und kann was Anderes machen. Die Hitze ist gut für die Gelenke und muskelentspannend, eine Wohltat für das Immunsystem. Ich liebe einfach Bad Steben und es gibt seit einiger Zeit nun auch schon einen Hanf-Aufguss. Und da freue ich mich natürlich, dass dieser von uns kommt.
Geheim-Tipps? Es gibt so viele. Es gibt schöne Täler, viele Aussichtsfelsen bei uns rings rum, viele tolle Wanderwege. Ich bin einfach sehr gerne bei uns am Hanf-Feld. Selbst im Winter. Ich genieße das tolle Panorama und die weiten Blicke, die sich auftun. Luftaufnahmen von unserem Hanffeld zeigen die Weite ganz gut. Ansonsten bin ich auch super gerne im Wald unterwegs. Veranstaltungen wie der Frankenwald-Wandermarathon zeigen, wie viel diese Region zu bieten hat. Die drei Leit-Themen „Stille hören", „Weite atmen" und „Wald verstehen" - die passen alle zu meinen Lieblingsplätzen.
Naja, 5.000 sind noch nicht ganz so gigantisch. Aber es hat sich gut entwickelt über die Zeit. Um noch mehr zu bekommen, müsste ich vielleicht etwas intensiver Werbung und Marketing-Arbeit machen. Aber ich bin zuversichtlich, denn es gibt viele Leute, die sich für das Thema Hanf interessieren und ich versuche, authentische Informationen weiterzugeben. Ich könnte sicherlich noch viel mehr machen und YouTube oder TikTok bespielen, aber dafür fehlt mir schlichtweg die Zeit. Immerhin war Unser Land vom Bayerischen Rundfunk schon bei mir am Hanffeld zu Besuch und ich zu Gast beim Extra-Radio. Auch auf der Grünen Woche in Berlin waren wir dabei.
Es gibt immer noch das wunderschöne Forsthaus Langenau. Ein Projekt, was ich schon lange angehen wollte und schon über 10 Jahre im Kopf habe.
Das Forsthaus Langenau wäre ein Ort, wo die Leute ihrem Alltag einfach mal komplett entfliehen und mitten in der Natur völlig autark leben könnten. Sozusagen Nachhaltigkeit pur: Wasser aus eigenen Quellen, eigener Strom, mit Lehm und Hanf könnte man das Forsthaus sanieren. Ich könnte mir dort sehr gut Koch- und Kräuter-Workshops vorstellen, Kräuter-Erlebniskurse oder Sport-Aktiv-Angebote wie Yoga und Meditation. Hier ließen sich unheimlich viele schöne Dinge machen.
Aber auch hier fehlt mir leider die Zeit, Unterstützung und Hilfe. Super wäre es natürlich, wenn es jemanden gibt, der das Ganze mit mir zusammen vorantreibt.
Und dann würde ich gerne einen Verein im Zuge der Cannabis-Legalisierung gründen, um Leute zu informieren und zu unterstützen. Das wäre eine große Verantwortung, die ich aber sehr gerne übernehmen möchte. Den Cannabis Social Club bzw. Cannabis 2.0...